Als Plattform und Bewegung Wir alle sind Bern suchen wir gemeinsam nach Wegen, die Teilhabe an gesellschaftlichen Ressourcen in Bern neu zu denken. Zu diesem Zweck finden alle drei Monate partizipative und selbstorganisierte Stadtforen statt. Alle Menschen, die hier leben, können diese gleichberechtigt mitgestalten.

Stadtforum vom 21. Oktober 2017

Input Solidarity Cities

Zu Beginn des Stadtforums spricht Janika Kuge, kritische Geographin aus Freiburg im Breisgau und Aktivistin im „Solidarity-City“-Netzwerk, über aktuelle Entwicklungen in europäischen Städten, welche sich als Solidarity Cities positionieren. Anschliessend diskutieren wir mögliche Anknüpfungspunkte für die Stadt Bern.

Manifest für eine Solidarische Stadt Bern

Palermo hat sich zur «città dell‘accoglienza» erklärt, Toronto zu einer «Sanctuary City». Dies sind nur zwei Beispiele für Städte, die den Aufenthaltsstatus ihrer Bewohner*innen aktiv ignorieren. Sie setzten sich gegen Abschiebungen und rassistische Kontrollen ein und für eine Teilhabe ohne Angst. Auch Bern soll Teil dieser Entwicklung werden.

Die Entscheidung eines Menschen in dieser Stadt zu leben erachten wir als grundlegende Voraussetzung einer autonomen Lebensführung, die allen zusteht. Aus dem Dasein, welches aus dieser bewussten oder unbewussten Entscheidung erfolgt, leiten wir eine Teilhabe auf Augenhöhe für alle ab. Dazu müssen wir bestehende Machtstrukturen sichtbar machen und überwinden: Rassismus, Sexismus, Homophobie und Marginalisierung durch Armut stehen einem solidarischen Gemeinwesen im Weg.

Bern soll eine Solidarische Stadt werden, in der diese Dominanzkultur der Vergangenheit angehört. Ziel ist, dass ehrenamtliche Gruppen, Institutionen und sogar die Stadtverwaltung an einem Strang ziehen, wenn es um die rechtliche, politische, soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen in dieser Stadt geht, denn: Wir alle sind Bern!

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